FAQ
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
STAMM- UND TEAMTREFF
Wir treffen uns 14-tägig während der Schulzeit in unserem Stammposten. Singen und Spielen gehört hier genauso zum Programm wie das Erlernen von Pfadfindertechniken. Dazu zählen Knoten, Feuermachen, der Umgang mit Werkzeug, Erste Hilfe aber auch das Erlernen sozialer Kompetenzen und das Auseinandersetzten mit dem christlichen Glauben.
Wichtigstes Element der Royal-Rangers-Arbeit ist der Teamtreff. In kleinen Teams aus sechs bis zehn Teilnehmern gleichen Alters und Geschlechts werden die Kinder entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert
CAMP
Das jährliche stattfindende Pfingst-, Sommer- oder Wintercamp ist meist auch das Highlight des Rangerjahres. Während eines Camps haben die Teams Zeit, sich eingehend mit den Pfadfindertechniken auseinander zu setzten. Jetzt findet das Gelernte Anwendung. Auf dem eigenen Teambereich (der Platz, auf dem jedes Team sein Zuhause hat), werden neben dem Schlafzelt auch ein Feuertisch und ein Essplatz gebaut. Diese Bauten bestehen dabei ausschließlich aus Holz und werden durch stabile Bünde zusammengehalten.
HAJK
Hajk ist ein aus dem Nordischen stammender Begriff, der in vielen Pfadfinderbewegungen und auch ganz allgemein Verwendung findet. Generell verbinden Royal Rangers damit, unterwegs zu sein: z.B. zu Fuß, mit dem Kanu oder Fahrrad. Draußen in der Natur sind Royal Rangers zu Hause, erleben Abenteuer und bestehen Herausforderungen. Bei einem Hajk packen die Rangers alles Nötige in den Rucksack und ziehen los.
Jeder kann ein Royal Ranger werden. Wenn du an mindestens drei Treffen teilgenommen hast und deine Eltern den Mitgliedsantrag unterschrieben haben, bist du ein verbindliches Mitglied der Royal Rangers und kannst an den regelmäßigen Treffen teilnehmen.
Ein Royal Ranger ist:
wachsam
geistig, körperlich und geistlich
rein
körperlich, in seinen Gedanken und im Reden
ehrlich
er lügt, betrügt und stiehlt nicht
tapfer
auch bei Kritik und Gefahr bleibt er tapfer
treu
seiner Familie, Gemeinde, seinem Stamm und seinen Freunden gegenüber
höflich
er hat ein gutes Benehmen, ist gütig und rücksichtsvoll
gehorsam
vor Gott und dem Gewissen, gegenüber Eltern, Leitern und Vorgesetzten
geistlich
er betet, liest die Bibel und zeugt von Jesus Christus.
Die Antwort auf diese Frage bekommst du auf der Bundesseite der Royal Rangers. Dort sind alle aktiven Stammposten mit Kontaktadresse aufgelistet.
Schon der Gründer der Pfadfinderbewegung, Sir Robert Stephenson Baden-Powell Lord of Gilwell, betonte, wie wichtig es ist, als Pfadfinder einen Gott zu haben. Darum ist in jedem Pfadfinderversprechen – auch in unserem – die Verbindung zu Gott enthalten. Die Bibel spricht von einem Gott, der diese Welt als Schöpfer geschaffen hat. Als Pfadfinder halten wir uns sehr oft in dieser Natur auf und wollen sie pflegen und bewahren. Gottes Sohn, Jesus Christus, gibt in der Bibel auch viele praktische Tipps, wie wir unser Leben gestalten sollen. So steht beispielsweise im Matthäus-Evangelium, Kapitel 7, Vers 12: „So wie ihr von anderen Menschen behandelt werden wollt, so sollt ihr auch die anderen Menschen behandeln.“ Als Royal Rangers stehen wir zu den Aussagen der Bibel und wollen den Kindern und Jugendlichen diese Werte vermitteln und sie zu einem Leben in persönlicher Beziehung zu Jesus Christus motivieren. Deshalb sind wir „christliche Pfadfinder“.
Die Royal Rangers sind selbst eine weltweite Pfadfinderorganisation. Uns gibt es in Dutzenden Ländern in allen Kontinenten und überall (bis auf ganz wenige Ausnahmen) heißen wir „Royal Rangers“. Das unterscheidet uns hauptsächlich zum Beispiel von den Sankt-Georgs-Pfadfindern, die es nicht in jedem Land gibt.
Wenn wir als Royal Rangers nun Mitglied in einem der beiden Weltpfadfinderbünde WAGGGS oder WOSM werden möchten, dann müssten wir Mitglied im „Ring deutscher Pfadfinderverbände“ werden.
Warum aber sollte ein weltweiter Pfadfinderverband wie die Royal Rangers Mitglied in einem nationalen Verband sein?
Die Ausbildung der eigenen Mitarbeiter ist eine der Kernkompetenzen der Royal Rangers. Für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen vor Ort ist eine Basisausbildung bei den Royal Rangers Pflicht. Das gilt sowohl für volljährige Leiter als auch für Juniorleiter, die bereits ab dem 14. Lebensjahr erste Schritte in der Mitarbeit machen dürfen.
Pfadfinderisches Können und Leiterschaftsprinzipien, die unserer Arbeit zugrunde liegen, werden während der Ausbildung gelehrt, erweitert und vertieft. Dazu bieten die Royal Rangers ein buntes Programm aus Schulungen, Ausbildungscamps und -trails an.
Nach der Leiter-Basisausbildung NTC steht es jedem Leiter frei, sich weiter auf den Wachstumspfad zu begeben. Die stetig steigende Nachfrage zeigt jedoch, dass Angebot und Qualität den Wünschen der Leiter entsprechen. Alleine in den letzten 10 Jahren lag die Teilnehmerzahl der Ausbildungen bei über 15.000 Teilnehmern. Dort wurden Leiter aus den Stammposten auf ehrenamtlicher Basis qualifiziert geschult und weitergebildet. In den Ausbildungsmaßnahmen wird Wissen nicht nur in der Theorie vermittelt, sondern auch Erfahrungen aller Art ausgetauscht.
Die Juniorleiter-Ausbildung trägt dazu bei, junge Menschen früh in den ehrenamtlichen Dienst einzuführen. Über 4000 junge Mitarbeiter zwischen 14 und 17 Jahren haben in den vergangen zehn Jahren an einer Ausbildung erfolgreich teilgenommen.
Der Gründer der Pfadfinderbewegung, Sir Robert Stephenson Baden-Powell Lord of Gilwell, pflegte den Satz:
„Ich erlaube ihnen [den Pfadfindern] ausdrücklich, Fehler zu machen.“
Die Kinder und Jugendlichen entwickeln sich am Besten und lernen am Meisten, wenn man ihnen Verantwortung überträgt und sie selbst ihre Erfahrungen machen können. Auch bei den Royal Rangers gilt „learning by doing“ – Lernen durch Tun. Im Prinzip sind es die folgenden vier Schritte:
Ich mache, Du schaust zu.
Ich mache, Du hilfst mit.
Du machst, ich helfe mit.
Du machst, ich schaue zu.
Dadurch, dass die Kinder und Jugendlichen bei den Royal Rangers in kleinen Pfadfinderteams zusammengefasst sind und alle Aktivitäten in dieser Kleingruppe durchführen, lernen sie, gegenseitige Rücksicht zu nehmen, Verantwortung füreinander zu übernehmen und Konflikte friedlich zu lösen. Abenteuer schweißt zusammen.
Das gegenwärtige Schlagwort heißt „Erlebnispädagogik“. Dennoch haben wir unsere Royal Rangers Regeln. Alle Mitarbeiter bestehen ernsthaft darauf, dass jeder diese Regeln einhält und greifen notfalls korrigierend ein. Unsere Erfahrung zeigt, dass Kinder Grenzen brauchen, die sie natürlich austesten und probieren, wie weit sie gehen können, ohne dass die Erwachsenen eingreifen. Allerdings geben diese Grenzen den Kindern auch Geborgenheit und Sicherheit, weil sie genau wissen, woran sie sind.
Wir wissen natürlich, dass im Dritten Reich die Pfadfinderei, die es schon davor gab, missbraucht wurde. Wir distanzieren uns deutlich von diesem Gedankengut.
Eine gewisse Ordnung und Disziplin muss allerdings vorhanden sein um mit einer Gruppe arbeiten zu können.
